Bardenhagen-Gruppe

Planer mit Köpfchen

Hans Mein feiert sein silbernes Dienstjubiläum. Er ist Bardenhagen-Urgestein. Ein Mann von beeindruckender Körpergröße und mit einem Vierteljahrhundert Erfahrung als Industriemechaniker auf dem Buckel. Als erster Mitarbeiter der Bardenhagen-Gruppe feiert Hans Mein dieses Jahr das silberne Dienstjubiläum. Die Arbeit zwischen Rohrleitungen und Kolonnen macht dem 59-Jährigen immer noch Spaß.

  • Hans Mein
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  • Montieren, reparieren, überholen: Häufig in schwindelnder Höhe und auf mehr als 30 Industrieanlagen in ganz Norddeutschland verbrachte Mein den größten Teil seines Arbeitslebens. Sein Werkzeug hat er inzwischen gegen Stift und Klemmbord eingetauscht und verbringt die meiste Zeit am Schreibtisch.
  • Hans Mein - hier im Gespräch mit Prokurist und Niederlassungsleiter Thomas Schmeelk - leitet bis 2010 das 6-8 köpfige Bardenhagen-Team auf dem Gelände der Dow und ist dabei in der Hauptsache für die MEN Anlage und die dazugehörigen Anlagenstillstände verantwortlich, bei denen bis zu 35 Monteure von Bardenhagen zum Einsatz kommen.
  • An den Wänden hängen Pläne von komplexen Anlagen und Rohrleitungssystemen. Alles, was die Planung eines Stillstandes benötigt, denkt und berechnet Hans Mein im Voraus: Er ermittelt, welches Material, wie viele Leute und Arbeitsstunden es bedarf und was der Einsatz kosten wird.
  • Hans Mein bringt seine exzellenten Fach- und Ortskenntnisse heute überwiegend als Planer von Stillständen bei dem Chemieunternehmen Dow in Stade ein. Seine Planungen sind ein unverzichtbarer Baustein für den Erfolg eines Stillstandes - wenn es darum geht, zigtausend Handgriffe am richtigen Ort, binnen kürzester Zeit und mit höchster Präzision zu erledigen.

Mit Ringschlüssel, Schlagschrauber und Werkzeugkiste zog der junge Schlosser einst los. Montieren, reparieren, überholen: Häufig in schwindelnder Höhe und auf mehr als 30 Industrieanlagen in ganz Norddeutschland verbrachte Mein den größten Teil seines Arbeitslebens. Sein Werkzeug hat er inzwischen gegen Stift und Klemmbord eingetauscht und verbringt die meiste Zeit am Schreibtisch. Hans Mein bringt seine exzellenten Fach- und Ortskenntnisse heute überwiegend als Planer von Stillständen bei dem Chemieunternehmen Dow in Stade ein.

1988 holt Helmut Bardenhagen Hans Mein in sein junges Unternehmen nach Horneburg. Er ist die neunte Fachkraft, die das Team der Armaturenschlosser verstärkt. Die feste Anstellung ist für den gelernten Landmaschinenmechaniker attraktiv. "Früher mussten wir Monteure im Winter noch stempeln", erinnert er sich an die Zeit vor seiner Tätigkeit bei Bardenhagen. Davon hat der junge Monteur aus Mulsum nach sieben Berufsjahren die Nase voll. Genauso wie vom Kofferpacken an Sonntagnachmittagen und zig Stunden auf der Autobahn, um montagmorgens auf weit entfernten Baustellen pünktlich antreten zu können.

Arbeit gibt es bei Bardenhagen mehr als genug. "Wir haben mit wenigen Leuten unheimlich viel gerissen", erinnert sich Mein an die frühen Jahre. Manches Mal wurde "von morgens bis spät abends durchgearbeitet, oft auch an Ostern oder Pfingsten." Und mitunter hängt das Erfüllen eines Auftrages am seidenen Faden. Wie beim ersten Einsatz während eines Stillstandes bei der Shell. Hans Mein hat ihn immer noch vor Augen - einen ganzen LKW voll mit Sicherheitsventilen, die pünktlich bis zum Wiederanfahren der Anlage eingebaut werden mussten. Sonst wäre es für Bardenhagen teuer geworden. "Wir haben es damals in letzter Minute geschafft."

Die Firma wächst und zieht von der Hafenstrasse in ein ehemaliges Obstlager im Gewerbegebiet um. "Wir haben selber Strom gelegt und Leitungen angeklemmt", bis aus dem Maschinenlager eine funktionstüchtige, saubere Werkstatt wird. Dann kommt die Öffnung der deutsch-deutschen Grenzen und mit ihr jede Menge Manpower: "Plötzlich standen jeden Montag neue Kollegen auf der Matte. Ich wusste gar nicht wo die alle herkamen." Sie kommen und gehen, Hans Mein aber bleibt. Er übernimmt Verantwortung, wird Vorarbeiter und leitet bis 2010 das 6-8-köpfige Bardenhagen-Team auf dem Gelände der Dow und ist dabei in der Hauptsache für die MEN Anlage  und die dazugehörigen Anlagenstillstände verantwortlich, bei denen bis zu 35 Monteure von Bardenhagen zum Einsatz kommen.

Das Arbeiten unter Zeitdruck und auf engstem Raum prägen den Berufsalltag des 1,96 Meter großen Mannes. Gelegentlich sei es "stressig, mit zig verschiedenen Leuten zu arbeiten, die nicht immer leicht im Umgang sind". Da kann selbst ein Hans Mein schon mal "laut werden" auf der Baustelle. Vor allem wenn es darum geht, pünktlich fertig zu werden. Was den Nachwuchs bei Bardenhagen anbelangt, ist er jedoch zuversichtlich. Viele junge Kollegen seien "echt zu gebrauchen."

Einen Computer sucht vergeblich, wer das Container-Büro des Industriemechanikers auf der Anlage MEN betritt. "Damit konnte ich mich bis heute nicht anfreunden", gibt der Handwerker freimütig zu, Excel-Tabellen seien nicht sein Ding. Es geht auch anders, mit Köpfchen und einer Rechenmaschine. An den Wänden hängen Pläne von komplexen Anlagen und Rohrleitungssystemen. Mannlöcher,  Stutzen, Wärmetauscher, Pumpen,  Armaturen sind bunt gemarkert. Auf dem Schreibtisch stapeln sich handgeschriebene, sorgfältig in wasserdichte Folie eingeschweißte Listen, auf denen Standorte und Kennnummern von Maschinenteilen notiert sind. Sie sind so etwas wie "Fahrpläne" für die Monteure. Eine Fleißarbeit, die "1000-prozentige Genauigkeit" erfordert, betont Mein. Viele Anlagen kennt er wie seine eigene Westentasche. Mehrmals täglich steigt er mit Stift und Papier hinauf, um Kennzahlen, Kennzeichnungen, TAG –Nummern zu notieren, Standorte zu ermitteln, und Bauteile zu markieren.

Alles, was die Planung eines Stillstandes benötigt, denkt und berechnet Hans Mein im Voraus: Er ermittelt, welches Material, wie viele Leute und Arbeitsstunden es bedarf und was der Einsatz kosten wird. Seine Planungen sind ein unverzichtbarer Baustein für den Erfolg eines Stillstandes - wenn es darum geht, zigtausend Handgriffe am richtigen Ort, binnen kürzester Zeit und mit höchster Präzision zu erledigen.

Von seinem Alltag zwischen blanken Rohrleitungen und himmelhohen Kolonnen erholt sich Hans Mein in der Natur. Dann zieht es den Ex- Handballspieler zum Spazierengehen und Fahrradfahren in den Wald. Bis auf ein paar gequetschte Rippen hat er seine 25 Dienstjahre gesund überstanden. Und die Arbeit "macht mir immer noch Spaß", sagt Mein. Es hat sich vieles verändert in seinem beruflichen Alltag. Aber "wenn ich auf das zurückblicke, was wir mit der Firma Bardenhagen in diesen 25 Jahren geschafft haben, dann ist das ein Sprung von Null auf Hundert."

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