Bardenhagen-Gruppe

Turbinenrevision bei Robin Hood

Nottinghamshire ist bekanntlich die Grafschaft Englands, in der der berühmte Sherwood Forest liegt. Und so heißt auch der in der Nähe des Trent Valley gelegene Flughafen von Doncaster passenderweise Robin Hood Airport. Aber das Trent Valley spielt auch in der Stromversorgung des Landes eine wichtige Rolle, denn einige Kraftwerke wurden entlang der Ufer des Flusses Trent gebaut, darunter auch die beiden Kraftwerke Cottam in der Nähe der Stadt Retford.

1969 wurde dort ein Kohlekraftwerk mit einer Kapazität von 2.000 MW in Betrieb genommen, 1999 direkt daneben ein hochmodernes Gas- und Dampf-Kraftwerk mit 400 MW. Dieses GuD Kraftwerk war im September in einem planmäßigen Stillstand, bei dem auch umfangreiche Instandhaltungsarbeiten an den Turbinen vorgenommen wurden.

Der Hersteller der Turbinen, die englische Landesgesellschaft von Siemens Energy, beauftragte Bardenhagen mit den im Rahmen der Turbinenrevision anfallenden mobilen Bearbeitungen. Im einzelnen handelte es sich um

  • Dreharbeiten am Gehäuse des Verdichterlagers
  • Nacharbeiten von Nuten am Kompressor-Leitschaufelträger
  • Einbringen von zusätzlichen Bohrungen in Unter- und Oberteil des Turbinengehäuses
  • Zurücksetzen von Spiegelflächen am Turbinengehäuse
  • Einbringen von zusätzlichen Nuten mit Radius in die horizontale Teilfuge des Turbinenunterteils.
  • Einbringen einer umlaufenden Nut in die vertikale Teilfuge des Turbinengehäuse Oberteil.

Insbesondere die letzte Arbeit war sehr anspruchsvoll, denn die mobile Drehmaschine, die für diese Arbeit eingesetzt wurde, musste exakt positioniert und an der Innenseite des Gehäuses gespannt werden, so dass die Nut präzise nach den Wünschen des Auftraggebers eingebracht werden konnte – bei einem Durchmesser von über 4 Metern eine heikle Angelegenheit.

Bis zu 8 Techniker von Bardenhagen waren in Tag- und Nachtschicht rund 2 Wochen vor Ort beschäftigt, um die zum größten Teil parallel laufenden Arbeiten in enger Zusammenarbeit mit Siemens Energy durchzuführen. Das gesamte Projekt konnte aufgrund der sehr guten Abstimmung mit Siemens sogar einige Tage vor dem planmäßigen Termin fertiggestellt werden.

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